Zum Inhalt

Datenträgervernichtung: Bänder, USB-Sticks, CDs und Smartphones sicher vernichten

Magnetbänder, USB-Sticks, Speicherkarten, CDs, Mikrofilm und Smartphones vernichten Fachbetriebe nach Materialklassen: O für optische, T für magnetische, E für elektronische Datenträger und F für Filme. Entscheidend ist, dass der Betrieb für Ihre Materialklasse die passende Sicherheitsstufe nachweisen kann – eine Anlage für Papier genügt dafür nicht. Mit der Anfrage erhalten Sie bis zu drei Angebote in 24 Stunden.

  1. Material
  2. Menge
  3. Preis & Ort
  4. Kontakt
Was soll vernichtet werden?
Wie viel ist es ungefähr?

Schätzen genügt – der Anbieter bestätigt die Menge vor Ort.

breiter Ordner, voll ≈ 3 kg
voll mit Papier ≈ 20 kg
240-Liter-Tonne ≈ 60 kg
1 m Regalboden ≈ 10 Ordner
auch ausgebaut aus PCs/Servern
inkl. Notebook-SSDs, M.2
USB-Sticks, Bänder, CDs, Handys
Welche Stufe brauche ich?
Ihr Richtpreis und der Ort

Richtpreis für diese Menge

Vorläufiger Richtwert, inkl. Abholung und Vernichtungsnachweis, zzgl. MwSt. Verbindlich ist das Angebot des Betriebs.

Einmalig oder regelmäßig?

Wohin sollen die Angebote gehen?

Kostenlos und unverbindlich. Die Anbieter zahlen uns für die Vermittlung.

Welche Materialklasse hat Ihr Datenträger?

Die sechs Materialklassen P, F, O, T, H und E mit Beispielen für Datenträger
Jeder Datenträger gehört in eine Materialklasse; die Klasse bestimmt die Partikelgröße.
MaterialklasseWas dazugehörtBeispiele
O – optischDatenträger, die per Laser gelesen werdenCD, DVD, Blu-ray
T – magnetischmagnetische Datenträger außer FestplattenMagnetbänder und Backupkassetten, Disketten, Karten mit Magnetstreifen
E – elektronischFlash- und HalbleiterspeicherUSB-Sticks, Speicherkarten, Chipkarten, SSDs, Smartphones und Tablets
F – verkleinerte DarstellungInformationen in verkleinerter Form auf FilmMikrofilm, Mikrofiche

Magnetische Festplatten bilden eine eigene Klasse H, Papier die Klasse P. DIN hat die Norm DIN 66399 2023 zurückgezogen; die Materialklassen und Stufen gelten inhaltsgleich in der internationalen Norm ISO/IEC 21964 fort (BfDI). Wie die sieben Sicherheitsstufen je Klasse aufgebaut sind, erklärt die Seite DIN 66399.

Worauf kommt es bei den einzelnen Medien an?

Magnetbänder und Backupkassetten

Bänder speichern auf kleinem Raum große Datenmengen und liegen oft jahrelang in Schränken oder externen Archiven. Zählen Sie sie nach Format und prüfen Sie, ob noch Bänder bei einem Archivdienstleister eingelagert sind – sonst vernichten Sie nur einen Teil des Bestands.

USB-Sticks und Speicherkarten

Sie sind klein, zahlreich und liegen verstreut in Schubladen. Für Privatpersonen hält das BSI bei SD-Karten schon das Zerbrechen für ausreichend. Im Unternehmen fehlt dann der Nachweis. Praktischer ist eine verschlossene Sammelbox, die der Betrieb bei der nächsten Abholung mitnimmt.

CDs, DVDs und Blu-rays

Optische Medien sind leicht zu zerkratzen, aber schwer sicher zu zerstören. Das BSI empfiehlt die physische Zerstörung und rät ausdrücklich davon ab, dafür eine Mikrowelle zu benutzen – Brandgefahr und giftige Dämpfe. Viele Aktenvernichter haben einen CD-Schacht; ob dessen Stufe für Ihre Daten ausreicht, zeigt die Klasse O.

Smartphones und Tablets

Setzen Sie Geräte vorher zurück, melden Sie Konten ab und entnehmen Sie SIM- und Speicherkarten. Firmengeräte löschen Sie über die Geräteverwaltung. Danach bleibt die Vernichtung des Speichers. Fragen Sie den Betrieb, wie er mit den Lithium-Akkus umgeht: Sie können beim Zerkleinern in Brand geraten und werden deshalb in der Regel vorher entnommen.

Mikrofilm und Mikrofiche

Ein Mikrofiche fasst viele Seiten in stark verkleinerter Form. Weil die Informationsdichte so hoch ist, müssen die Partikel entsprechend klein sein – ein Streifenschnitt, der für Papier genügt, reicht hier nicht.

Gemischte Bestände: eine Anfrage oder mehrere?

Eine Anfrage genügt. Führen Sie die Datenträger darin nach Materialklasse getrennt auf, etwa „40 LTO-Bänder, 120 USB-Sticks, 2 Kartons CDs“. Nicht jeder Betrieb verarbeitet alle Klassen. Die getrennte Angabe zeigt sofort, wer den ganzen Bestand übernehmen kann und wer nur einen Teil.

Welche Pflichten haben Sie als Verantwortlicher?

  • Speicherbegrenzung: Daten, die Sie nicht mehr brauchen und nicht mehr aufbewahren müssen, gehören gelöscht – Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO.
  • Sicherheit: Auch bei der Entsorgung müssen technische und organisatorische Maßnahmen den Schutzbedarf abdecken – Art. 32 DSGVO.
  • Auftragsverarbeitung: Mit dem Betrieb schließen Sie einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO; die Datenschutzkonferenz nennt die Datenträgerentsorgung als Beispiel.
  • Nachweis: Sie müssen belegen können, dass Sie ordnungsgemäß vernichtet haben – Art. 5 Abs. 2 DSGVO.

Was das im Einzelnen bedeutet, erklärt die Seite DSGVO und Aktenvernichtung.

Was kostet Datenträgervernichtung?

MengeRichtpreis (netto)
5 Festplatten aus Büro-PCs90 € – 150 €
20 Festplatten (Hardware-Tausch)180 € – 330 €
50 Notebook-SSDs460 € – 840 €
100 Festplatten, Vernichtung vor Ort890 € – 1.740 €
Inklusive Abholung, Vernichtung und Nachweis, zzgl. MwSt.; vorläufige Richtwerte, werden laufend mit Partnerpreisen abgeglichen. Ihren Preis berechnet die Anfrage nach Eingabe der Menge.

Die Spannen sind vorläufige Richtwerte. Sobald die angeschlossenen Betriebe ihre Preise melden, ersetzen wir sie durch deren Angaben. Abgerechnet wird je nach Betrieb pro Stück, nach Gewicht oder pauschal je Behälter. Zur Anfrage.

Häufige Fragen

Kann ich USB-Sticks und Akten in einem Auftrag vernichten lassen?

Ja, wenn der Betrieb beide Materialklassen abdeckt. Führen Sie die Datenträger in der Anfrage getrennt auf, denn Papier und elektronische Speicher werden auf unterschiedlichen Anlagen vernichtet.

Muss ich Smartphones vorher zurücksetzen?

Empfehlenswert ist es: Zurücksetzen auf Werkszustand, Konten abmelden, SIM- und Speicherkarten entnehmen. Das BSI weist darauf hin, dass manche Funktionen nur Einstellungen zurücksetzen, nicht die Inhalte. Die Vernichtung bleibt deshalb der sichere Abschluss.

Werden Magnetbänder samt Kassette vernichtet?

Üblicherweise ja, Sie müssen die Kassetten nicht öffnen. Fragen Sie im Angebot nach, welche Bandformate der Betrieb verarbeitet.

Welche Sicherheitsstufe brauchen Backupbänder mit Kundendaten?

Backupbänder enthalten oft den kompletten Datenbestand eines Unternehmens. Ihr Schutzbedarf richtet sich nach den sensibelsten Daten darauf, nicht nach dem Durchschnitt. Die Stufen erklärt die Seite zu DIN 66399.

Quellen

Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der Gesetzestext in der jeweils geltenden Fassung.